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AutohausFAIR: Porsche in Hamburg unterstützt Kampagne der IG Metall Küste

Die Porsche Niederlassung Hamburg unterstützt die Kampagne AutohausFAIR der IG Metall Küste, mit der diese Autohäuser herausstellt, die sich an Tarifverträge halten, einen Betriebsrat haben und auf Ausbildung setzen. Das kündigten Geschäftsführung und Betriebsrat bei einem Besuch von IG Metall-Geschäftsführerin Ina Morgenroth im Porsche Zentrum Hamburg an.

„Wir wollen die guten Beispiele herausstellen: Die Kunden sollen sehen, in welchen Unternehmen faire Arbeitsbedingungen gelten“, sagte Morgenroth. „Dafür stand früher das Logo der Kfz-Innungen. Weil diese in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein seit einigen Jahren aber keine Tarifverträge mehr abschließen, haben wir eine eigene Informationskampagne gestartet.“

Mathias Busse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Niederlassung Hamburg erklärte: „Wir können durch die Kampagne auch zeigen, dass wir ein attraktiver Arbeitgeber sind: Aus- und Weiterbildung, ein gutes Miteinander mit unseren Betriebsräten und die Tarifbindung sind bei uns selbstverständlich.“

„Faire Arbeitsbedingungen sollten in der Kfz-Branche eigentlich die Regel sein. Dafür machen wir uns mit der Kampagne stark. Denn klar ist auch: Nur wenn wir uns an Tarifverträge halten, werden wir in Zukunft genügend Fachkräfte finden", ergänzte Detlef Schönfeldt, Betriebsratsvorsitzender der Porsche Niederlassung Hamburg.

Im Zentrum der Kampagne der IG Metall Küste steht die Internetseite AutohausFAIR, auf der sich jeder darüber informieren kann, welche Autohäuser in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern die Kriterien für ein faires Autohaus erfüllen. Seit dem Start Anfang 2016 haben bereits zahlreiche Unternehmen in Hamburg ihre Unterstützung erklärt und werben mit dem Slogan in Anzeigen und auf Internetseiten.

19.12.2016

Mehr Geld in eure Taschen

Die zweite Tariferhöhung im Kfz-Handwerk ist gestartet: Seit dem 1. November 2016 erhalten Metallerinnen und Metaller 2,8 Prozent mehr Geld.

IG Metall-Mitglieder in tarifgebundenen Betrieben können sicher mit der Tariferhöhung rechnen. Hier zeigt sich, dass ein aktiver Einsatz auch belohnt wird. Durch die gemeinsame Stärke in der letzten Tarifrunde konnte die IG Metall in der ersten Stufe drei Prozent mehr Geld durchsetzen und jetzt gibt es in der zweiten Stufe noch einmal ein Plus von 2,8 Prozent für die IG Metall-Mitglieder. Auf diesem Erfolg darf sich die Gewerkschaft aber nicht ausruhen. Nur mit der Stärke der Mitgliederzahl wächst auch die Durchsetzungskraft für faire und sichere Arbeit in den Autohäusern. Und: die nächste Tarifrunde steht vor der Tür!

Nord-Ostsee Automobile setzt auf faire Arbeitsbedingungen

Als erstes Unternehmen mit Sitz in Schleswig-Holstein unterstützt Nord-Ostsee Automobile die Kampagne AutohausFAIR der IG Metall Küste, mit der diese Autohäuser herausstellt, die sich an Tarifverträge halten, einen Betriebsrat haben und auf Ausbildung setzen.

"Wir wollen die guten Beispiele herausstellen: Die Kunden sollen sehen, in welchen Unternehmen faire Arbeitsbedingungen gelten", sagte IG Metall-Bezirksleiter Meinhard Geiken bei einem Besuch im Center Eckernförde. "Dafür stand früher das Logo der Kfz-Innungen. Weil diese in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein seit einigen Jahren aber keine Tarifverträge mehr abschließen, haben wir eine eigene Informationskampagne gestartet."

Dr. Christian Splett-Henning, Geschäftsführer Nord-Ostsee Automobile, erklärte: "Wir möchten der attraktivste Arbeitgeber in unser Region sein. Dazu zählen eine moderne, vielfältige Aus- und Weiterbildung sowie eine Ausbildungsplatzgarantie für alle Mitarbeiterkinder. Zur Fairness zählen wir selbstverständlich auch eine vernünftige Zusammenarbeit mit unseren Betriebsräten und unser Angebot der Tarifbindung."

"Faire Arbeitsbedingungen müssen in der Kfz-Branche wieder zur Regel werden. Dafür machen wir uns mit der Kampagne stark. Wir wollen auch öffentliche Unternehmen und Behörden erreichen. Von ihnen erwarten wir, dass sie bei der Vergabe von Aufträgen darauf achten, dass diese nur an Unternehmen mit fairen Arbeitsbedingungen gehen", ergänzte Thorsten Kühl, Gesamtbetriebsratsvorsitzender Nord-Ostsee Automobile.

Nord-Ostsee Automobile hat insgesamt acht Standorte in Heide, Schleswig, Husum, Eckernförde, Marne, Bredstedt sowie in Hamburg mit mehr als 470 Beschäftigten. Im Zentrum der Kampagne der IG Metall Küste steht die Internetseite AutohausFAIR, auf der sich jeder darüber informieren kann, welche Autohäuser in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern die Kriterien für ein faires Autohaus erfüllen. Seit dem Start Anfang des Jahres haben bereits zahlreiche Unternehmen in Hamburg ihre Unterstützung erklärt und werben mit dem Slogan in Anzeigen und auf Internetseiten.

Das sind die neuen Unterstützer der Kampagne

Sechs weitere Unternehmen aus Hamburg beteiligen sich jetzt an AutohausFAIR.

Nach Audi Hamburg unterstützen sechs weitere Unternehmen mit mehr als 4.000 Beschäftigen die Kampagne AutohausFAIR der IG Metall Küste, mit der diese im Internet auf Autohäuser hinweist, die sich an Tarifverträge halten, einen Betriebsrat haben und ausbilden. Aus Sicht der Gewerkschaft sind das die Kriterien für ein faires Autohaus.

Als Unterstützer sind folgende Unternehmen aus Hamburg hinzugekommen: BMW Niederlassung, Iveco Nord Nutzfahrzeuge, FCA Motor Village Germany, MAN Truck & Bus, Mercedes-Benz Nutzfahrzeuge, Mercedes-Benz PKW und Volkswagen Automobile. Betriebsräte, Geschäftsführer und Standortleiter sind mit IG Metall-Bezirksleiter Meinhard Geiken zu einem Fototermin auf dem Fischmarkt in Hamburg-Altona zusammengekommen. Audi Hamburg hatte bereits im Januar seine Unterstützung erklärt und wirbt seitdem mit Sonderveröffentlichungen in Zeitungen als faires Autohaus.

"Wir wollen die guten Beispiele herausstellen: Die Kunden sollen sehen, in welchen Unternehmen faire Arbeitsbedingungen gelten", sagte Bezirksleiter Geiken. "Dafür stand früher das Logo der Kfz-Innungen. Weil diese in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein seit einigen Jahren aber keine Tarifverträge mehr abschließen, haben wir eine eigene Informationskampagne gestartet, die nicht nur bei den Beschäftigten, sondern auch bei vielen Arbeitgebern gut ankommt."

Die IG Metall Küste sieht faire Autohäuser auch als attraktive Arbeitgeber: "Ausbildung, Betriebsräte und Tarifverträge sind bei diesen eine Selbstverständlichkeit. Das hilft auch bei der Suche nach Fachkräften", so Geiken. Mit der Kampagne hat die Gewerkschaft außerdem Unternehmen im Blick, die Tarifverträge umgehen und auf Kosten der Beschäftigten Dumpingpreise anbieten. "Mit der öffentlichen Auseinandersetzung steigt auf diese der Druck."

Audi Zentrum Hamburg macht mit

Als erstes Unternehmen in Hamburg hat sich die Audi Hamburg GmbH mit allen Standorten zu den Zielen der AutohausFair-Kampagne bekannt.

„Dabei haben wir in erster Linie unsere Kunden, aber auch potentielle Arbeitnehmer im Blick. Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass wir ein Unternehmen sind, das faire Arbeitsbedingungen anbietet, und zu den wenigen gehört, die ihre Mitarbeiter nach dem Tarifbetrag entlohnen. Damit sind wir in der Kfz-Branche in Hamburg ein attraktiver Arbeitgeber. Zu fairen Arbeitsbedingungen gehört bei uns auch eine kontinuierliche Entwicklung und Weiterbildung unserer Mitarbeiter, was unseren Kunden zu Gute kommt.“ sagt Jürgen Deforth, Geschäftsführer Audi Hamburg GmbH.

Der Betriebsratsvorsitzende Andreas Wesemann-Müller ergänzte: „Tarifverträge, Betriebsräte und Ausbildung sind in der Branche längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Umso wichtiger ist es uns, diese für die Beschäftigten positiven Merkmale herauszustellen.“

JAV to go

Eine Art virtuelle Jugend und Auszubildenden Vertretung im Internet.

Zack! Mit einem Satz springt Yannick von der Seite mitten ins Bild. Torge guckt kurz überrascht in die Kamera, muss grinsen, aber schon hat er sich wieder gefangen und fährt in seinem Text fort. Von der Attacke seines Freundes wusste er offenbar nichts.

Eine typische Szene aus einem der „Jav to go“-Videos des Trios: Charmant chaotisch und mit spontanen Ideen hangeln sich die drei durch ihre Themen. Es geht zum Beispiel um Überstunden und was man tun kann, wenn man deswegen mit seinen Kollegen oder dem Chef Ärger hat, oder auch um ganz Ernsthaftes, wie Belästigung am Arbeitsplatz. Immer ist das Ziel der drei zu beraten und praktische Tipps zu geben. Manchmal informieren sie aber auch einfach nur darüber, was die Arbeit eines Betriebsrats ist.

Man sieht ihnen dabei den Spaß an, auch wenn wichtige Dinge behandelt werden. „So wollen wir auch rüberkommen“, sagt Torge, „gemütlich, lustig, aber in der Sache seriös.“ Dass die drei Jugendvertreter Ahnung von dem haben, was sie erzählen, merkt man schnell. Immer wieder werden Gesetzesparagraphen und Vorschriften genannt, die für bestimmte Fälle wichtig werden können. Das nötige Knowhow kommt aus ihrer praktischen Arbeit: Eicke (22), Fluggerätemechaniker, ist stellvertretender JAV-Vorsitzender bei Airbus. Yannick (21) ist Kraftfahrzeugmechatroniker und JAV-Vorsitzender bei einer BMW-Niederlassung in Hamburg. Torge (22) war auch JAVi, fängt jetzt allerdings an, Jura zu studieren.

„Viele glauben, Gewerkschaftsarbeit sei trocken. Mit unseren Videos wollen wir zeigen, dass das nicht so sein muss. Es kommt einfach darauf an, was man daraus macht“, so Torge. Sie hatten eben Lust, Videos über ihre JAV-Arbeit zu drehen und stürzten sich ohne viel Medienerfahrung in ihr YouTube-Abenteuer. Dabei folgen sie ganz ihrem Credo: Alles soll Teamarbeit sein. Jeder steuert mal ein Skript für einen Film bei. Alle stehen abwechselnd vor oder hinter der Kamera.

Am wichtigsten sind den drei die Reaktionen. „Wir bekommen schon ein gutes Feedback“, erzählt Eicke, „aber es darf gerne noch mehr sein.“ Schließlich wollen sie vor allem die Themen behandeln, die sie von ihren Zuschauern vorgeschlagen bekommen. Das darf an dieser Stelle also ruhig als Aufforderung zum Mitmachen verstanden werden.

Kontakt kann man über ihren YouTube Channel oder über die facebook-Seite (Javi to go) aufnehmen.

01.06.2015

Fair und Fit

Den eigenen Körper durchchecken und etwas für die Fitness machen: Diese Möglichkeiten bietet ein Gesundheitstag im eigenen Unternehmen. Die Beschäftigten von Volkswagen Automobile Hamburg GmbH haben es ausprobiert.

„Das war schon ein riesen Gegacker.“ Betriebsrätin Gudrun Bigford muss immer noch lachen, wenn sie an den ersten von ihr mitorganisierten Gesundheitstag bei der Volkswagen Automobile GmbH in der Fruchtallee in Hamburg zurückdenkt. „Wann hat man das schon: Die Mädels aus der Buchhaltung und die Jungs im Blaumann aus der Werkstatt turnen nebeneinander und haben zusammen viel Spaß.“

Ende März hatte Bigford gemeinsam mit ihren Betriebsratskolleg/innen als Pilotprojekt einen Gesundheitstag für die Beschäftigten in ihrem Autohaus organisiert. Auf dem Programm standen zum Beispiel Blutzucker-, Blutdruck- oder Rückenvermessung, aber auch Prävention: Beim einstündigen Kurs „bewegte Pause“ bekamen alle Teilnehmer/innen einfache Übungen gezeigt, die jede und jeder zwischendurch am Arbeitsplatz machen kann.

Als Partner konnten die Betriebsräte die Techniker Krankenkasse gewinnen, die ihre Mitarbeiter schickte und sämtliche Kosten übernahm. Die Geschäftsführung unterstützte die Idee von Beginn an, was Bigford auch erwartet hatte: „Gesundheit ist auch wichtig für die Motivation und die Arbeitsabläufe. Bei den hohen Anforderungen im Berufsleben ist die Unterstützung des Unternehmens schon aus der Führsorgepflicht heraus unerlässlich.“

Bei den Beschäftigten kam der Gesundheitstag gut an. So gut, dass wegen des großen Andrangs nicht alle Mitarbeiter alle Angebote wahrnehmen konnten. Auch für die „bewegte Pause“ gab es mehr Anmeldungen, als freie Plätze. Nach den positiven Reaktionen soll das Angebot auf andere Filialen ausgeweitet und regelmäßige Kursangebote gemacht werden. Ziel des Betriebsrats ist es, ein umfassendes Gesundheitsmanagement aufzubauen. Die Verhandlungen darüber mit der Geschäftsführung laufen.

24.04.2015

Für faire Tarifverträge

Nach mehreren vergeblichen Versuchen, die Geschäftsleitung des Autohauses Krüll in Rostock zu Verhandlungen zu bewegen, hatte es die Belegschaft satt: Einstimmig beschlossen sie einen Warnstreik.

Am 23.04. war es so weit: Etwa 60 Kolleginnen und Kollegen sowie weitere Gäste aus anderen Rostocker Betrieben beteiligten sich bei strahlendem Sonnenschein und super Stimmung an einem etwa eineinhalbstündigen Warnstreik vor dem Werksgelände. Unterstützung kam unter anderem vom Mercedes-Autohaus und der Neptun Werft.

Peter Hlawaty, Erster Bevollmächtigter der IG Metall, forderte die Geschäftsleitung erneut auf, sich Verhandlungen nicht länger zu verschließen. „Die Zeit ist reif, dass die Firma Krüll wieder einen Tarifvertrag hat, und weitere Autohäuser in der Region müssen folgen“, so Hlawaty.

Auch Peter Kirschner, Betriebsratsvorsitzender und Mitglied der Tarifkommission mahnte die Geschäftsleitung: „Eine weitere Hinhaltetaktik bringt nichts, wir wollen jetzt einen Tarifvertrag“.

24.04.2015

Faire Autohäuser im Internet suchen

Betriebsrat, Tarifverträge und Ausbildung: Die IG Metall Küste zeigt, wo faire Bedingungen gelten. Mit Fotos können alle unterstützen.

Im Supermarkt, beim Klamottenkauf und im Café: Immer mehr Menschen achten auf faire Arbeitsbedingungen. Doch wie sieht es in deinem Autohaus aus? Werden dort Tariflöhne gezahlt? Gibt es einen Betriebsrat? Denkt der Betrieb an die Zukunft und bildet aus? Antworten gibt es jetzt auf der neuen Internetseite AutohausFAIR.

Die IG Metall Küste gibt dort einen Überblick über die fairen Autohäuser in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Für die schnellere Orientierung kann nach Betrieben, Orten oder Marken sortiert werden.

Unterstützer werden: Die Betriebsräte aus dem Kfz-Handwerk setzen auch auf die Unterstützung von anderen aktiven Metallern: Mit einem Foto und Zitat können sie sich im Internet für faire Autohäuser stark machen. Betriebe, die noch nicht dazu gehören, können mit E-Cards zum Handeln aufgefordert werden.